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Im Kyoto-Protokol von 1997 wurde festgestellt, daß Lachgas ein über 300 Mal stärkeres Treibhausgas ist, als CO2. Dies liegt an seiner langen Haltbarkeit in der Atmosphäre und seiner Eigenschaft dort die Ozonschicht zu zerstören. Eine gängige 10 Liter-Flasche Lachgas enthält 7 kg N2O. Da das betäubende Gas nicht verstoffwechselt wird, gelangt es während der Behnadlung vollständig in die Umwelt. Das Freisetzen des Gases aus einer einzigen Flasche bedeutet also eine Klimaschädigung, die so hoch ist, wie das Freisetzten von 2100 kg CO2. Die „versteckten Klimakosten“, die durch die Herstellung und Lieferung der erforderlichen Geräte und Flaschen zustandekommen, sind dabei noch nicht eingerechnet. Zum Vergleich: 2100 kg CO2-Emissionen entsprechen dem Verbrennen von 886 Litern Benzin, da ein Liter Benzin durch die Verbrennung zu 2,37 kg CO2 wird. Mit dieser Menge Benzin könnte man 6 bis 7 Badewannen füllen oder mit einem sparsamen 5-Liter-Auto von Berlin bis nach Dhaka in Bangladesh fahren. Und wieder zurück! (ca. 18.000 km) Es entspricht gut einem Viertel des gesamten „pro-Kopf CO2-Ausstoßes“ eines Deutschen im Jahr.
Dieses Potential steckt also in einer einzigen Flasche Lachgas. Aber wieviel Lachgas verbraucht man nun wirklich während der Behandlung? Laut Angaben eines Herstellers, reicht eine volle Flasche N2O bei geringer Dosierung für ca. 24 Stunden. Diese Schätzung ist sehr optimistisch, aber selbst, wenn sie stimmt, bedeutet sie, dass bei einer typischen Behandlungsdauer von 45 Min. knapp 66 kg CO2 -Äquivalent freigesetzt werden. Das entspricht einer Autofahrt von 556 km Entfernung. Im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit in der Zahnmedizin wird oft aus der Studie: „Carbon modelling within dentistry“ vom „Center of sustainable Healthcare“ in England zitiert. Hier wird sogar ein CO2-Äquivalent von über 90 kg CO2 pro Behandlung mit Lachgas berechnet.
Beim Legen einer Composit-Füllung, die laut der selben Studie ohne Lachgas ca. 15 kg CO2-Äquvalent verursacht, macht die Sedierung mit Lachgas fast 90% der Klimawirkung aus. Auch bei anderen Behandlungen unter N2O wird die umgerechnete CO2-Emission um das 4,7- bis 9,5-fache gesteigert. Behandlungen mit Lachgas sind deshalb aus Sicht des Klimaschutzes eine Katastrophe!
Fazit:
Ein Lachgasgerät ist mit weitem Abstand die klimaschädlichste Maschine, die Du in deiner Zahnarztpraxis betreiben kannst! Eine Behandlung unter Lachgas ist zwischen 5 und 9 Mal klimaschädlicher als die gleiche Behandlung ohne Lachgas. Allein die Freisetzung des Gases durch eine Stunde Behandlung entpricht klimatechnisch der Benutzung aller 4 Platten eins gängigen Küchenherdes und des dazugehörigen Ofens auf voller Leistung für 30 Stunden am Stück! (Herd mit insg. 6 kW Leistung und einem durchnittlichen CO2-Äquivalent von 0,5 kg CO2 pro kWh Stromverbrauch, was ca. dem Durchschnitt in Deutschland entspricht.)
Die Verwendung von Lachgas ist extrem klimaschädlich!
Drehe JETZT den Gashahn ab!
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